FCA und PSA: Massig Marken und Modelle

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04.11.2019 – 12:11 Uhr von Gregor Hebermehl

Durch den Zusammenschluss von FCA und PSA entsteht ein Autokonzern mit vielen Marken und Modellen. Wir schauen auf die einzelnen Marktsegmente in Europa.

Die Autokonzerne FCA (Fiat Chrysler Automobiles) und Groupe PSA (Peugeot Société Anonyme) sind so gut wie zusammengeschlossen – es fehlen nur noch ein paar formelle Unterschriften. Beide Hersteller bringen eine immense Marken- und Modellvielfalt in die Ehe ein – es entsteht einer der größten Autokonzerne der Welt. Zumal die französische PSA-Gruppe erst im August 2017 Opel schluckte und FCA mit seinen Töchtern in den USA gutes Geld verdient. Wir schauen uns an, in welchen Marktsegmenten die beiden Konzerne welche Modelle in Europa anbieten.

Minis

Bereits bei den Minis kommen sich Fiat und PSA in die Quere. Citroën ist hier mit dem C-Zero und dem C1 dabei, Letzterer teilt sich eine Basis mit dem Peugeot 108 und den Toyota Aygo. Fiat kämpft in diesem Segment erfolgreich mit dem Panda und dem 500, während die beiden noch aus der GM-Ära stammenden Opel-Modelle Karl und Adam vor dem Aus stehen.

Kleinwagen

Bei den Kleinwagen sind die PSA-Töchter unter sich: Citroën C3, Peugeot 208 und Opel Corsa basieren alle auf der CMP-Plattform (Common Modular Platform). Fiat hat in Deutschland nach der Einstufung des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) keine Kleinwagen im Angebot. Den Lancia Ypsilon gibt es inzwischen nur noch in Italien – die Marke Lancia ist dort allerdings aktuell deutlich erfolgreicher als ihre Schwester Alfa Romeo in ganz Europa.

Kompaktklasse

In der Kompaktklasse wildern wieder beide Konzerne: FCA hat den Fiat Tipo und den Fiat 124 Spider im Programm. Der 124 Spider basiert auf der gleichen Plattform wie der Mazda MX-5 und läuft in Japan vom Band. Alfa Romeo steuert hier die Giulietta bei, Peugeot den 308 und Opel den Astra. Der Opel Ampera verschwindet wiederum, da er ein Modell von GM ist.

Mittelklasse

Auch in der Mittelklasse sind sowohl PSA als auch FCA aktiv. Von FCA kommt die Alfa Romeo Giulia, von PSA kommen der Peugeot 508, der Citroën C5 Aircross und der Opel Insignia. Das Cabrio Opel Cascada ist ein Auslaufmodell.

Obere Mittelklasse

Trotz der reichhaltigen konzerneigenen Modellvielfalt beackern weder PSA noch FCA in Europa das Marktsegment der Oberen Mittelklasse.

Oberklasse

Oberklasse-Modelle steuert aktuell ausschließlich FCA mit seiner Tochter Maserati bei. Sowohl der Maserati Ghibli als auch der Quattroporte gehören in dieses Segment.

SUV

Beim seit Jahren boomenden Segment der SUV mischen beide Konzerne kräftig mit, allein Opel ist mit drei Modellen vertreten. Von PSA-Seite kommen Citroën C3 Aircross und C4 Cactus, DS DS7, Peugeot 2008, 3008 und 5008 sowie Opel Mokka X, Grandland X und Crossland X. FCA steuert den Fiat 500X, den Alfa Romeo Stelvio und den Maserati Levante bei.

Geländewagen

Bei den Geländewagen ist FCA dank Schützenhilfe seiner amerikanischen Tochter Jeep ganz allein. So haben die Jeep-Modelle Cherokee, Compass, Grand Cherokee, Renegade und Wrangler das Marktsegment für sich.

Sportwagen

Auch bei den Sportwagen steht FCA mit zwei Marken allein auf der Rennstrecke, PSA hat hier nichts zu bieten. Und der Sportwagenglanz kommt komplett aus Italien: Ferrari ist mit dem Portofino, den vor ihrem Produktionsende stehenden 488-Varianten, dem kommenden SF90 Stradale, dem GTC4 Lusso und dem F8 Tributo dabei, Maserati ergänzt die Flitzer-Truppe mit dem Granturismo.

Mini-Vans

Wie bei den Sportwagen, so ist FCA auch bei den Mini-Vans allein – Fiat 500 L und Qubo besetzen hier den Markt.

Großraum-Vans

Bei den Großraum-Vans ist wiederum ausschließlich PSA mit dem Citroën C4 Spacetourer in Europa dabei.

Utilities

Das Segment der Utilities ist wiederum zwischen beiden Konzernen heiß umkämpft. PSA wirft hier die Citroën-Modelle Spacetourer, Berlingo, Jumper und Jumpy, die Peugeot-Modelle Boxer, Expert und Rifter, sowie die Opel-Modelle Combo Life, Movano, Vivaro und Zafira Life ins Rennen. FCA hält mit den Fiat-Modellen Doblo, Ducato, Fiorino und Talento sowie mit dem Iveco Daily dagegen.

US-amerikanischer Markt

PSA möchte unbedingt auf dem US-amerikanischem Markt präsent sein, FCA ist mit Chrysler, Dodge, RAM und Jeep schon da. Ihren Fiat 500 bieten die Italiener inzwischen aber nicht mehr in Nordamerika an. Welche Möglichkeiten sich in den USA und Kanada für beide Konzerne ergeben, rechnen die Verantwortlichen sicher genauso durch wie die Marktüberschneidungen und Synergie-Möglichkeiten in Europa. Außerdem ergeben sich möglicherweise neue Möglichkeiten beim Austausch von Technik und Technologien.


Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart

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