Neuer BMW 3er Touring 2019 (G21)

©Tom Kirkpatrick

Der 3er ist immer noch BMWs meistverkauftes Modell. In Deutschland hat der Touring 60 Prozent Modell-Mix-Anteil. Ende September ist Markstart für die beliebteste Karosserievariante des Bestsellers. Bilder, Preise und Daten vom 3er Touring gibt es schon jetzt.

Der neue 3er hat als Limousine die Fahrspaßfraktion schon in den ersten Tests begeistert. Auf agiles Handling dürfen sich also auch die Kunden des beliebten Touring freuen. BMW zeigt Fotos vom neuen Kombi jetzt und stellt ihn auf der IAA dem Publikum vor.Wie das Stufenheck dürfte der Touring bei der Fahrdynamik zulegen, obwohl er zwei Zentner mehr mit sich rumträgt. Doch im Vergleich zum Vorgänger soll der Touring bis zu zehn Kilogramm weniger wiegen – trotz gewachsener Abmessungen und Karosseriesteifigkeit.

Bei der ersten Begegnung ließ sich das nicht verifizieren, aber ein paar handfeste Neuerungen konnten wir begutachten: So wuchs das Kofferraumvolumen nominell nur um fünf Liter, aber der sichtbare, nicht in Fächern verborgene Laderaum nahm immerhin um 32 Liter zu. Von den zwei Fächern im Ladeboden nimmt eines jetzt Laderaumabdeckung und Trennnetz passgenau und klapperfrei auf. Der Kofferraum selbst ist 11,2 Zentimeter breiter und die Heckklappe im oberen Bereich sogar 12,5 Zentimeter.

Die nicht nur für enge Parklücken praktische, weil separat zu öffnende Heckscheibe haben die Entwickler den Controllern auch beim neuen Modell abgetrotzt – zum Glück. Die Heckklappe selbst öffnet weiterhin serienmäßig elektrisch, berührungslos aber nur gegen Aufpreis.Extra kostet auch das Laderaumpaket mit den aus dem X5 bekannten Antirutschschienen. Deren Gummi-Innenteil fährt automatisch aus, sobald die Heckklappe schließt, und hindert Gepäckstücke am Verrutschen. Das eher komplizierte Fixiersystem aus Schienen und Gurten ist passé.

Motoren aus der Limousine

Die Motoren des 3er Touring sind aus der Limousine bekannt. Auch der Plug-in-Hybrid des 330e. Den gab es im Vorgänger-Touring allerdings nicht. Im neuen Kombi will BMW ihn ab Sommer 2020 anbieten. Das Hybrid-System besteht aus dem 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner des 320i (184 PS) und einer E-Maschine (109 PS) im 8-Gang-Automatik-Getriebe. Die Systemleistung steigt im neuen XtraBoost-Modus auf bis zu 292 PS, 40 PS mehr als normal (für maximal 10 Sekunden). Damit beschleunigt der BMW 330e Touring in 6,1 Sekunden von null auf 100 km/h. Der kombinierte Kraftstoffverbrauch soll bei 1,8 bis 2,3 Liter je 100 Kilometer liegen und die CO2-Emissionen auf bei 42 bis 52 pro Kilometer (NEFZ, nach WLTP ermittelt). Der Stromverbrauch soll zwischen 15,7 und 16,3 kWh je 100 Kilometer liegen. Rein elektrisch kommt der 330e bis zu 66 Kilometer weit (NEFZ). Damit kommt der BMW 330e Touring in Deutschland in den Genuss der reduzierten Dienstwagenbesteuerung.

Besser ausgestattet, kaum teurer als bisher

Vor dem Laderaum ist der Touring ganz der neue Dreier: etwas mehr Knie- und Kopfraum, Cockpit und iDrive-Bedienung im Stil des Hauses. Die Serienausstattung hat BMW etwas aufgestockt: LED-Scheinwerfer und -Rückleuchten, 17- statt 16-Zoll-Räder, Vorfeld- und Lesebeleuchtung, klappbare Kopfstützen, Leder-Sportlenkrad, Akustikverglasung sowie die Dachreling sind jetzt immer dabei. Die Preise steigen teils um wenige Hunderter, teils sinken sie gar. Der 318d etwa wird jetzt 200 Euro günstiger, der 320d um 150 Euro, der 330i wird gar um gut 1000 Euro weniger kosten. Nur der jetzt 374 PS starke M340i xDrive wird im Vergleich zum 340i xDrive aus dem Vorgänger um 4650 Euro teurer.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart

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