So wirken sich unterschiedliche Reifen auf den Bremsweg aus

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Nicht nur die Profiltiefe spielt beim Bremsweg eine Rolle

Sicherheit sollte im Fuhrpark immer an erster Stelle stehen. Dafür sind natürlich eine ganze Reihe von Punkten relevant. Besonders wichtig sind für jedes Fahrzeug jedoch immer die Reifen. Immerhin stellen sie den unmittelbaren Kontakt zwischen Auto und Fahrbahn her. Passt hier etwas nicht, spüren Sie das in Gefahrensituationen, in denen Sie bremsen müssen, sehr schnell. Denn neben der Bremsanlage, die je nach Fahrzeug besser oder träger sein kann, entscheiden die Reifen bzw. ihre Beschaffenheit und Konstruktion darüber, wie kurz oder lang Ihr Bremsweg ist.

Oft vergessen wird dabei: Nicht nur die Profiltiefe spielt eine Rolle, wenn Sie einen möglichst kurzen Bremsweg erzielen möchten. Vielmehr sind es eine ganze Reihe von Punkten, die sich hier auswirken können. Und einige davon sind Autofahrern gar nicht unbedingt bewusst.

Welche Reifen bewirken also was?

  1. So viel macht die Profiltiefe aus
    Die Profilrillen sind wichtig, um z.B. bei Nässe Aquaplaning zu verhindern. Das Wasser wird dann nämlich von den Rillen zur Seite gedrängt. Diese Wasserkanäle funktionieren umso besser, je höher das Profil ist. Dann haften die Reifen nämlich besser auf der Straße. So sorgt etwa ein Profil von acht Millimetern dafür, dass Sie bei Tempo 50 nur 17,5 Meter Bremsweg haben. Bei vier Millimetern, der gängigen Restprofilempfehlung für Winterreifen (bei Sommerreifen werden mindestens drei Millimeter empfohlen), sind es 20 Meter. Sind die Reifen hingegen komplett abgefahren, kommen Sie auf rund 30 Meter Bremsweg. Es ist also immer gut, möglichst weit über der gesetzlich geforderten Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern zu liegen.
  2. Markenqualität sticht Billigreifen aus
    Es lohnt sich zwar durchaus, beim Reifenkauf Preise zu vergleichen. Aber man sollte letztlich immer auf Premiummarkenqualität, z.B. von Dunlop, Michelin oder Pirelli, setzen. In Reifentests schneiden nämlich Billigreifen regelmäßig deutlich schlechter beim Bremsweg ab, speziell bei Nässe. Hier sollte man für die Sicherheit also lieber mehr Geld ausgeben. Markenreifen arbeiten mit neuer Lamellen- und Profiltechnik, haben bessere Materialmischungen – und daher kürzere Bremswege. Am Ende sind sie übrigens gar nicht so teuer, ihre Laufleistung ist nämlich oft auch viel besser als die eines Billigreifens.
  3. Schmale oder breite Reifen?
    Hier zeigt ein Test des ADAC mit Sommerreifen: Auf trockener Fahrbahn haben die breiten Reifen eindeutig mehr Grip und bremsen zudem schneller sowie besser. Bei Nässe wiederum schwimmen die breiten Reifen früher, das kann beim Bremsen gefährlich werden. Somit sind schmalere Reifen also bei Regen oder Nässe die bessere Wahl für einen möglichst kurzen Bremsweg.
  4. Winter- oder Sommerreifen?
    Hier kommt es auf die Jahreszeit an. Die sollte nämlich immer zum Reifen passen. Sprich: Ein Winterreifen liefert bei Schnee und Eis den besseren Bremsweg, ein Sommerreifen bei sommerlichen Straßenverhältnissen. Entscheidend ist hier nicht die Jahreszeit, sondern die Temperatur. Bei mehr als  +7 °C ist der Bremsweg auf nasser Fahrbahn bei Sommerreifen besser. Bei unter +7 °C bremst der Winterreifen besser.
  5. Den Reifendruck nicht vergessen
    Der beste und passendste Reifen nutzt Ihnen wenig, wenn Sie den falschen Reifendruck haben. Bereits bei einem halben bar zu wenig kann der Bremsweg sich um mehrere Meter verlängern.
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